Zweck der Stiftung

Satzung der Albert-Reck-Stiftung

§ 1 Name, Rechtsform, Sitz

(1) Die Stiftung führt den Namen Albert Christoph Reck-Stiftung.

(2) Sie ist eine rechtsfähige Stiftung des bürgerlichen Rechts.

(3) Die Stiftung hat ihren Sitz in Henstedt-Ulzburg.

§ 2 Zweck der Stiftung

(1) Zwecke der Stiftung sind

a) die Pflege, Präsentation und Erforschung des bildnerischen und schriftstellerischen Werkes des Malers Albert Reck, insbesondere unter Berücksichtung der ethnischen und ethischen Bezüge dieses Werkes.

b) die Umsetzung der Lebensphilosophie des Stifters, nämlich insbesondere Entfaltung schöpferischer Kräfte bei künstlerisch tätigen Personen, die Wahrung des Schöpfungsgedankens, nicht allein im christlichen Sinne, sondern auch im Sinne von behutsamem Umgang mit Umwelt und Natur.

Förderung der Gemeinschaft im Sinne des afrikanischen Begriffes Ubuntu, Unterstützung der Vielfalt der Kulturen und der Umwelt, Respekt vor den Traditionen und Ahnen, Förderung der Diskussion und des Interessenausgleichs zwischen Wirtschaft und Umwelt und Kultur.

Der Stiftungszweck zu Ziffer a wird insbesondere verwirklicht durch:

  • Ausstellungen der Werke des Künstlers
  • Förderung der Forschung bezüglich des Werkes des Künstlers, insoweit insbesondere auch hinsichtlich der ethischen und ethnischen Grundlagen des Werkes
  • pädagogische Begleitung bei der Präsentation des Werkes des Künstlers
  • kultureller und interdisziplinärer Dialog in Bezug auf das Werk des Künstlers
  • Förderung des Dialoges zwischen den Völkern und Kulturen mit Hilfe des Werkes des Künstlers
  • Forschungsvorhaben, auch Promotionen, über das Werk des Künstlers insbesondere auch im Hinblick auf Einflüsse auf das Werk des Künstlers durch Personen, Umwelt und die gesamte Lebensbiografie.

Der Stiftungszweck zu Ziffer b wird insbesondere verwirklicht durch

  • Förderung von Künstlern, die ihr Werk im Sinne des Stifters begreifen, wobei die Art der künstlerischen Darstellung und die Herkunft der Künstler keine Rolle spielen.
  • Förderung von Lehrveranstaltungen auch im internationalen Bereich, in denen die Lebensphilosophie des Stifters den Teilnehmern insbesondere durch Vorträge, Workshops und ähnliche Veranstaltungen nahegebracht wird;  insoweit ist die Stiftung auch berechtigt, mit Ausbildungsorganisationen, insbesondere Schulen, zusammenzuarbeiten.
  • Teilnahme von Mitgliedern des Vorstandes und des Kuratoriums der Stiftung an entsprechenden
  • Veranstaltungen anderer Organisationen mit dem Ziel, dort für die Lebensphilosophie des Stifters einzutreten und diese den anderen Teilnehmern nahezubringen.

(2) Die Stiftung verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige (mildtätige / kirchliche) Zwecke im Sinne der Abschnitts >>Steuerbegünstigte Zwecke<<

der Abgabenordnung.

(3) Die Stiftung ist selbstlos tätig; sie verfolgt nicht in erster Linie eigenwirtschaftliche Zwecke.

(4) Mittel der Stiftung dürfen nur für die satzungsmäßigen Zwecke verwendet werden. Niemand wird durch Ausgaben, die den Zwecken der Stiftung fremd sind, oder durch unverhältnismäßig hohe Vergütungen begünstigt. Die Stiftung darf einen angemessenen Teil ihrer Einkünfte verwenden, um die letzte Ruhestätte des Stifters zu pflegen und sein Andenken zu ehren.

(5) Es besteht kein Rechtanspruch auf Gewährung von Stiftungsleistungen.

§ 3 Vermögen der Stiftung

(1) Das Vermögen der Stiftung besteht zum Zeitpunkt ihrer Errichtung aus:

a) Euro Bargeld

b) die Bilder des Künstlers, die sich an folgenden Orten befinden und wie folgt bezeichnet

sind:

(in Swasiland, genaue Anschrift, auf der Rückseite bezeichnet von S1 bis Sx, c) die Bilder, die sich befinden, bezeichnet  mit Sx1 bis Sxx

d) die Bilder,

e) folgende schriftliche Äußerungen des Künstlers:

Die Stiftung ist berechtigt, die Bilder im Besitz der bisherigen Verwahrer zu belassen, wenn diese einen Verwahrungsvertrag akzeptieren, der Folgendes beinhalten muss:

1. ordnungsgemäße Unterbringung der Bilder

2. Kündigung des Vertrages mit einer Frist von 3 Monaten zum Monatsende und sofortiger Herausgabeverpflichtung der Bilder an die Stiftung.

(2) Umschichtungen des Stiftungsvermögens sind zulässig.

(3) Die Stiftung erfüllt ihren Zweck aus den Einträgen der Stiftungsvermögens und aus Zuwendungen Dritter, soweit diese nicht zur Aufstockung des Vermögens bestimmt sind (Zustiftungen). Die Stiftung ist berechtigt, Zustiftungen entgegenzunehmen.

(4) Rücklagen dürfen gebildet werden, soweit die Vorschriften des steuerlichen Gemeinnützigkeitsrechts dies zulassen. Der Vorstand kann freie Rücklagen dem Stiftungsvermögen zuführen.

(5) (Wenn es sich um eine Verbrauchsstiftung handelt, muss geregelt werden, dass die Bilder, die eigentlich im Vermögensstock sind, zum Teil zum Erreichen des Stiftungszwecks veräußert werden dürfen)

(Ansonsten muss geregelt werden, dass zur Erfüllung des Stiftungszweckes auch Bilder zur Verfügung gestellt werden können.)

§ 4 Organe der Stiftung

Organe der Stiftung sind

a) der Vorstand

b) das Kuratorium

In den ersten Vorstand nach Gründung der Stiftung berufe ich folgende Personen:

Für die Mitglieder dieses Vorstands gelten die Regelungen aus §§ 5 7 entsprechend.

In das erste Kuratorium nach Gründung der Stiftung berufe ich folgende Personen:

Für diese Kuratoriumsmitglieder gelten die §§ 8 10 entsprechend.

Ich bestimme, dass möglichst immer ein Abkömmling von mir Mitglied des Stiftungsvorstandes

sein muss.

In dem zuerst berufenen Vorstand ist dies meine Tochter,

Genoveva Reck-Thomas, geb. am in , Anschrift

In Abweichung von § 5 dieser Satzung wird das Vorstandsmitglied, das aus der Reihe meiner Abkömmlinge grundsätzlich im Vorstand zu sein hat, wie folgt bestimmt:

Der im Vorstand befindliche Abkömmling benennt innerhalb von 6 Monaten nach seinem Eintritt in den Vorstand, wer nach ihm Vorstandsmitglied werden soll. Er kann diese Auswahl bis zu seinem Tode oder Ausscheiden aus dem Vorstand jederzeit ohne Angabe von Gründen ändern.

Macht der im Vorstand befindliche Abkömmling von diesem Wahlrecht keinen Gebrauch, wird nach seinem Ausscheiden oder Tod der Abkömmling Vorstandsmitglied, der sein gesetzlicher Erbe wäre (nicht jedoch der Ehegatte oder adoptierte oder angenommene Kinder). Gibt es mehrere solcher gesetzlicher Erben, haben diese aus ihrer Mitte ein Vorstandsmitglied zu entsenden. Wer unter den vorstehenden Bedingungen als gesetzlicher Erbe in Betracht gekommen wäre, ergibt sich nach deutschem Erbrecht. Ist der in Frage kommende Erbe minderjährig, kann er gleichwohl berufen werden. Seine Rechte im Vorstand nehmen seine gesetzlichen Vertreter bis zu seiner Volljährigkeit war.

Der im Vorstand befindliche Abkömmling scheidet unter folgenden Bedingungen aus:

a)er erklärt seinen Rücktritt

b) er wird von der Stiftungsaufsicht abberufen

c) mit seinem Tod.

Weil die Stiftung in Henstedt-Ulzburg angesiedelt ist, soll möglichst ein Repräsentant der Gemeinde Mitglied des Kuratoriums sein. Dabei kann es sich um den Bürgermeister, den Bürgervorsteher oder einen der Stellvertreter handeln. Diese werden für die Dauer ihres Amtes Mitglied des Kuratoriums. Lehnen alle die Anfrage auf Mitgliedschaft ab, bleibt dieser Sitz des Kuratoriums so lange unbesetzt, bis eine in Frage kommende Person, ggf. auch nach der Neuwahl der gemeindlichen Gremien, bereit ist, den Sitz zu übernehmen. Außerdem muss möglichst immer entsprechend den Regeln bezüglich der Besetzung des Vorstandes einer meiner Abkömmlinge Mitglied des Kuratoriums sein. Für das erste Kuratorium benenne ich:

Die Mitglieder des Vorstandes und des Kuratoriums sind von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit.

§ 5 Anzahl, Berufung, Berufungszeit und Abberufung der Mitglieder des Vorstands

(1) Der Vorstand der Stiftung besteht aus bis zu 5, mindestens aber 3 Personen. Er wird zukünftig vom Kuratorium auf die Dauer von vier Jahren gewählt. Wiederwahl ist zulässig. Nach Ablauf seiner Amtszeit führt der amtierende Vorstand die Geschäfte bis zur Wahl des neuen Vorstandes fort.

(2) Die Mitglieder des Vorstands können vor Ablauf ihrer Amtszeit vom Kuratorium nur aus wichtigem Grund abberufen werden. Die Rechte der Stiftungsaufsicht bleiben unberührt.

(3) Scheidet ein Mitglied des Vorstandes vor Ablauf der Amtszeit aus seinem Amt aus, wählt das Kuratorium für den Rest der Amtszeit ein Ersatzmitglied. Bis zur Ergänzung verringert sich die Anzahl der Mitglieder des Vorstandes um die Anzahl der ausgeschiedenen Personen.

(4) Der Vorstand wählt aus seiner Mitte einen Vorsitzenden und einen stellvertretenden Vorsitzenden für die Dauer seiner Amtszeit. Der Vorstand gibt sich eine Satzung, in der die Aufgaben auf die einzelnen Vorstandsmitglieder verteilt werden. Der Vorstand kann während seiner Amtszeit, insbesondere aber nach seiner Neuwahl, diese Satzung mit einfacher Mehrheit jederzeit ändern. Auch eine Aufgabenverteilung außerhalb der Satzung ist ohne Satzungsänderung möglich.

(5) Die Mitglieder des Vorstands sind ehrenamtlich für die Stiftung tätig. Ihnen könnenihre notwendigen Auslagen, die  durch ihre Tätigkeit für die Stiftung entstanden sind, ersetzt werden.

§ 6 Aufgaben des Vorstands

(1) Der Vorstand hat für die dauernde und nachhaltige Erfüllung des Stiftungszwecks zu sorgen. Er führt die Geschäfte der Stiftung. Zu Beginn eines jeden Geschäftsjahres hat der Vorstand einen Haushaltsplan aufzustellen. (2) Der Vorstand vertritt die Stiftung gerichtlich und außergerichtlich durch mindestens zwei seiner Mitglieder. Eines dieser Mitglieder muss der Vorsitzende oder der stellvertretende Vorsitzende des Vorstands sein.

(3) Der Vorstand hat für den Schluss eines jeden Geschäftsjahres einen Jahresabschluss zu erstellen.

§ 7 Einberufung, Beschlussfähigkeit und Beschlussfassung des Vorstands

(1) Der Vorstand wird von seinem Vorsitzenden – bei seiner Verhinderung von seinem stellvertretenden Vorsitzenden – schriftlich unter Bezeichnung der einzelnen Punkte der Tagesordnung mindestens zweimal im Kalenderjahr einberufen. Die Ladungsfrist beträgt mindestens zwei Wochen. Der Vorstand ist auch einzuberufen, wenn ein Mitglied es verlangt; das Verlangen hat den Beratungspunkt anzugeben.

(2) Der Vorstand ist beschlussfähig, wenn mehr als die Hälfte seiner Mitglieder anwesend ist.

(3) Der Vorstand beschließt, außer in den Fällen des § 11, mit der Mehrheit seiner Mitglieder. Der Vorstand kann einen Beschluss auch schriftlichen fassen, wenn alle Mitglieder diesem Verfahren schriftlich zustimmen.

(4) Über die in den Sitzungen des Vorstands gefassten Beschlüsse ist eine Niederschrift anzufertigen. Sie ist von dem Vorsitzenden und einem weiteren Mitglied zu unterschreiben. Alle Beschlüsse des Vorstands sind zu sammeln und während des Bestehens der Stiftung aufzubewahren.

(5) Die Vorstandsmitglieder können einverständlich von den Ladungs- und Formvorschriften des § 7 abweichen. Insbesondere dürfen sie die folgende Vorstandssitzung schon auf der zuvor stattgefundenen Vorstandssitzung ggf. auch noch ohne Tagesordnung zeitlich festlegen. Diese Festlegung gilt als Ladung zur nächsten Vorstandssitzung. Beschlüsse des Vorstands können auch außerhalb der Vorstandssitzungen per Telefon, elektronisch oder mithilfe sonstiger Medien gefasst werden, müssen dann aber einstimmig gefasst werden. Sie müssen ordnungsgemäß protokolliert werden.

§ 8 Anzahl, Berufung, Berufungszeit und Abberufung der Mitglieder des Kuratoriums

(1) Das Kuratorium besteht aus mindestens sieben Mitgliedern. Sie dürfen nicht zugleich Mitglieder des Vorstands sein. Mitglieder des Kuratoriums werden auf unbestimmte Dauer berufen.

(2) Das Kuratorium wählt aus seiner Mitte einen Vorsitzenden und einen stellvertretenden Vorsitzenden, und zwar für eine Amtszeit von 4 Jahren. Wiederwahl ist zulässig. Der Vorsitzende und der stellvertretende Vorsitzende bleiben auch nach Ablauf ihrer Amtszeit bis zur Neubesetzung ihrer Positionen im

Amt.

(3) Die Mitglieder des Kuratoriums scheiden aus dem Kuratorium aus, wenn

– sie ihren Rücktritt erklären;

– sie von der Stiftungsaufsicht abberufen werden.

(4) Scheidet ein Mitglied des Kuratoriums aus, so ergänzt sich das Kuratorium durch Zuwahl. Bis zur Ergänzung verringert sich die Anzahl der Mitglieder des Kuratoriums um die Anzahl der Personen.

(5) Die Mitglieder des Kuratoriums sind ehrenamtlich für die Stiftung tätig. Auslagen, die Ihnen entstanden sind, können ersetzt werden.

(6) Das Kuratorium gibt sich eine Geschäftsordnung. Sie kann auch die Vertretung des Kuratoriums gegenüber dem Vorstand regeln.

§ 9 Aufgaben des Kuratoriums

(1) Das Kuratorium hat die Geschäftsführung des Vorstands zu überwachen und insbesondere darauf zu achten, dass der Vorstand für die dauernde und nachhaltige Erfüllung des Stiftungszwecks sorgt. (2) Das Kuratorium ist ferner zuständig für

a) die Genehmigung des Haushaltsplanes,

b) den Erlass von Richtlinien zur Erfüllung des Stiftungszwecks,

c) die Wahl und Bestellung der Mitglieder der Vorstands,

d) die Kontrolle der Haushalts- und Wirtschaftsführung,

e) die Feststellung des Jahresabschlusses,

f) die Entlastung der Vorstandes,

g) die Wahl des Abschlussprüfers.

Weitere Rechte des Kuratoriums nach anderen Bestimmungen dieser Satzung bleiben unberührt.

§ 10 Einberufung, Beschlussfähigkeit und Beschlussfassung des Kuratoriums

(1) Das Kuratorium wird von seinem Vorsitzenden bei seiner Verhinderung vom stellvertretenden Vorsitzenden schriftlich unter Bezeichnung der einzelnen Punkte der Tagesordnung mindestens einmal im Kalenderjahr einberufen; die Ladungsfrist beträgt mindestens zwei Wochen. Das Kuratorium ist auch einzuberufen, wenn zwei Mitglieder des Kuratoriums oder der Vorstand dieses verlangen; das Verlangen hat den Beratungspunkt anzugeben.

(2) Das Kuratorium ist beschlussfähig, wenn mehr als die Hälfte seiner Mitglieder anwesend ist.

(3) Das Kuratorium beschließt außer den Fällen des § 11 mit der Mehrheit seiner anwesenden Mitglieder. Das Kuratorium kann einen Beschluss auch schriftlich fassen, wenn alle Mitglieder diesem Verfahren schriftlich zustimmen.

(4) Über die in den Sitzungen des Kuratoriums gefassten Beschlüsse ist eine Niederschrift anzufertigen. Sie ist von dem Vorsitzenden und einem weiteren Mitglied zu unterschrieben. Alle Beschlüsse des Kuratoriums sind zu sammeln und während des Bestehens der Stiftung aufzubewahren.

(5) Die Kuratoriumsmitglieder können einverständlich von den Ladungs- und Formvorschriften des § 9 abweichen. Insbesondere dürfen sie die folgende Kuratoriumssitzung schon auf der zuvor stattgefundenen Kuratoriumssitzung ggf. auch noch ohne Tagesordnung zeitlich festlegen. Diese Festlegung gilt als Ladung zur nächsten Kuratoriumssitzung. Beschlüsse des Kuratoriums können auch außerhalb der Kuratoriumssitzungen per Telefon, elektronisch oder mithilfe sonstiger Medien gefasst werden, müssen dann aber einstimmig gefasst werden. Sie müssen ordnungsgemäß  protokolliert werden.

§ 11 Satzungsänderung, Zweckänderung, Aufhebung

(1) Satzungsänderungen, die den Stiftungszweck nicht berühren, sind zulässig, wenn sie im Interesse der nachhaltigen Erfüllung des Stiftungszwecks nach dem Stifterwillen erforderlich sind. Sie bedürfen eines jeweils mit einer Mehrheit vom ¾ aller Mitglieder gefassten Beschlusses sowohl des Vorstands als auch des Stiftungsrates. Das Erfordernis staatlicher Genehmigung bleibt unbemüht.

(2) Änderungen des Zwecks, die Aufhebung der Stiftung sind nur zulässig, wenn die Erfüllung des Stiftungszwecks unmöglich geworden ist oder angesichts der wesentlichen Veränderungen der Verhältnisse nicht mehr sinnvoll ist. Sie bedürfen der Zustimmung aller Mitglieder des Vorstands und 6/7 der Mitglieder des Kuratoriums. Das Erfordernis staatlicher Genehmigung bleibt unberührt.

(3) Wenn es der Umfang der Geschäfte erforderlich macht, darf mit dem Beginn eines neuen Geschäftsjahres neben dem Vorstand eine hauptamtliche Geschäftsführung mit Geschäftsstelle und ggf. zu bezahlendem Personal eingerichtet werden. Mit der Einrichtung der Geschäftsführung wird die Stiftung durch den oder die Geschäftsführer einzeln oder gemeinsam vertreten. Die Kontrollbefugnisse des Kuratoriums beziehen sich dann nicht nur auf den Vorstand, sondern auch die Geschäftsführung. Die Aufgaben des Vorstandes werden wie folgt definiert:

Der Vorstand berät die Geschäftsführung. Einzelne Vorstandsmitglieder können mit ihrer Zustimmung auf Bitten der Geschäftsführung ehrenamtliche Verwaltungsaufgaben übernehmen. Dies soll auch vorrangig erfolgen, um Personalkosten zu sparen. Kommt es hinsichtlich der Leitung der Stiftung zwischen Vorstand und Geschäftsführung zu unterschiedlichen Auffassungen, hat das Kuratorium zu entscheiden.

Die Geschäftsführer sind von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit.

Die nachfolgend genannten Maßnahmen der Geschäftsführer bedürfen der Zustimmung des Vorstandes. Diese Vereinbarung gilt nur im Innenverhältnis Dritten gegenüber, insbesondere Behörden und dem Grundbuchamt gegenüber, muss nicht nachgewiesen werden, dass die Zustimmung des Vorstands vorliegt. Folgende Maßnahmen sind von dieser Regelung erfasst:

Geschäftspolitik, Investitionen, Finanzierung

a) Festlegung oder Änderung der lang-, mittel- und kurzfristigen Geschäftspolitik der Gesellschaft, insbesondere Festlegung oder Änderung der Vertriebs- oder Preispolitik,

b) Feststellung oder Änderung des Finanz- und Investitionsplans für das bevorstehende Geschäftsjahr; Maßnahmen, die vom festgestellten Finanz- und Investitionsplan abweichen,

c) Aufnahme oder Gewährung von Darlehen, die nicht im festgestellten Finanz- und Investitionsplan vorgesehen sind,

d) Übernahme von Bürgschaften, Garantien oder sonstigen Haftungen für Dritte, die über den gewöhnlichen Betrieb des Handelsgewerbes der Gesellschaft hinausgehen, Tätigkeitsbereiche

e) Aufnahme neuer Geschäftstätigkeiten, teilweise oder vollständige Aufgabe in der Vergangenheit ausgeübter Geschäftstätigkeiten,

f) Errichtung oder Aufhebung von Betriebsstätten und Zweigniederlassungen, g) Erwerb oder Veräußerung von Betrieben oder Teilbetrieben,

h) Erwerb, Veräußerung oder Belastung von Beteiligungen an anderen Unternehmen. Personalwesen

i) Abschluss, Änderung oder Beendigung von Dienstverträgen, die eine längere als die gesetzliche Kündigungsfrist oder eine Gewinn- oder Umsatzbeteiligung oder eine jährliche Vergütung von mehr als Euro 40.000,- vorsehen,

j) Abschluss oder Änderung von Abfindungsvereinbarungen mit ausscheidenden Mitarbeitern,

k) Erteilung oder Entzug von Prokuren und Generalhandlungsvollmachten,

l) Aufstellung oder Änderung allgemeiner Grundsätze

§ 12 Geschäftsjahr

Das Geschäftsjahr der Stiftung ist das Kalenderjahr.

§ 13 Stifter- und Spenderrolle

Die Stiftung führt eine Stifter- und Spenderrolle, sowohl zu den Generalakten als auch im Internet. Die Führung dieser Rolle gehört zur Aufgabe des Vorstandes. Mit ihrer Zustimmung können Spender und (Zu-)Stifter in diese Rolle mit den Daten aufgenommen werden, die sie für die Eintragung freigeben. Spender werden allerdings nur insoweit aufgenommen, als sie Spenden in einem Zeitraum von bis zu 6 Monaten nach der verwaltungsrechtlichen Genehmigung der Stiftung erbringen. Spender, die danach die gegründete Stiftung unterstützen, werden nicht mehr in die Rolle aufgenommen.

§ 14 Vermögensanfall

Im Falle der Auflösung oder Aufhebung der Stiftung oder bei Wegfall steuerbegünstigter Zwecke fällt ihr Vermögen an eine juristische Person des öffentlichen Rechts oder eine andere steuerbegünstigte Körperschaft, die es zu steuerbegünstigten Zwecken i.S.d. § 2 dieser Satzung zu verwenden hat. Beschlüsse über die künftige Verwendung des Vermögens dürfen erst nach Einwilligung des Finanzamtes ausgeführt werde.

§ 15 Stiftungsaufsicht

Die Stiftung unterliegt der Stiftungsaufsicht nach Maßgabe des Kuratoriums von Schleswig-Holstein.