Lebensphilosophie

 

 „Der zeitgenössische Künstler wird nicht an einem einzelnen, sondern an seinem Gesamtwerk gemessen.

 Alles, was von Dir erwartet und gefragt wird, ist, dass Du durchhältst vom Anfang her,

und weiche nicht von Deinem Ziel ab.“                                                                                                              A. Chr. Reck

 

Ein Widerborst war er schon immer –  ob er nun als 15jähriger von zu Hause ausriss, um zur See zu fahren oder später als „Erwachsener“ dem Hamburger und deutschen Kulturbetrieb die rote Karte zeigte und ihm mit seiner „Auswanderung“ nach Afrika den Rücken kehrte. Und mit beidem zeigte, dass er sich immer selbst treu geblieben ist: mit dem festen Glauben an Gott und sich selbst. Das Kreuz ist sein Kompass. Im Leben und in der Kunst. Die Waagerechte für das Querdenken, die Senkrechte für den festen  Stand im Glauben.

Dabei ist Reck kein Einzelkämpfer. Im Gegenteil traf er in Afrika  auf die Philosophie, die ihm immer zu eigen war: Ubuntu. Der Begriff aus den Sprachen der Zulu und Xhosa steht für Menschlichkeit und Gemeinsinn sowie Nächstenliebe und ein Bewusstsein, dass man Teil eines Ganzen ist. Daraus folgen wechselseitiger Respekt und Anerkennung, Achtung der Menschenwürde und das Bestreben nach einer harmonischen und friedlichen Gesellschaft durchaus auch im christlichen Sinn. Eine große Familie, wie Reck sie hat, ist auch Ubuntu. Die größte Familie überhaupt ist die Menschheit, alle Menschen wandeln als Brüder und Schwestern auf dieser Erde.

In diesem Sinne möchte Albert-Christoph Reck mit seiner Kunst und seinem Können die Kreativität und schöpferischen Kräfte anregen, weil sie seiner Ansicht nach einen überlebenswichtigen Beitrag für unsere Lebensgemeinschaft in Toleranz und Freiheit leisten. Und das müsse schon im Kindergartenalter in der spielerischen Auseinandersetzung mit Kunst und Kultur geschehen.

 

Hier ist ein Interview, welches Kultur-Port.de mit Albert-Christoph Reck im Jahr 2012 geführt hatte: